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Vorbericht des IQWIG zur Anwendung von kurzwirksamen Insulinanaloga
beim Typ 1 Diabetes. Download als PDF-Datei

Stellungnahme des Bundes diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V. zum Vorbericht des IQWIG zur Anwendung von kurzwirksamen Insulinanaloga beim Typ 1 Diabetes.
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Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen rechtzeitig erkennen

Dank eines neuen Bluttests kann man das Risiko, am Herz-Kreislauf-System zu erkranken, feststellen. Frau Dr. med. Cloth Hohberg vom Institut für klinische Forschung und Entwicklung in Mainz informierte im Gespräch mit der "Neue Apotheken Jllustrierte" über das Testverfahren.

Typ-2-Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten haben eine grundlegende Gemeinsamkeit: Beiden geht eine jahrelange, schleichende Entzündung voraus. Das lässt sich unter anderem am Entzündungsprotein CRP belegen. Dieses so genannte C reaktive Protein ist ein Blutwert, der bei akuten Entzündungen, aber auch bei einem kräftigen Sonnenbrand oder einer Schnittwunde in großer Menge von der Leber ins Blut ausgeschüttet wird und eine Kaskade von Abwehrmechanismen des Immunsystems in Gang setzt.

Im Zuge der Heilung sinkt der CRP-Spiegel normalerweise wieder. Aber bereits im Frühstadium eines Diabetes und sogar schon Jahre zuvor bei seiner Vorstufe, der gesteigerten Insulinresistenz, kann dieser Wert langfristig oben verharren, und dann setzen schädliche Entzündungsreaktionen ein: Das Blut wird zäher, die Gerinnungsneigung steigt, freie Fettsäuren werden aggressiver. Es kommt zu Gefäßschäden. Die klassische Konstellation für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Mit Hilfe eines CRP-Test kann aus einem Blutstropfen das Herzinfarkt-Risiko bereits lange vor Eintritt des Geschehens vorhergesagt werden. Entzündliche Reaktionen an bzw. in der Gefäßwand, die zur Ablagerung von Plaque führen, können diese hochsensitive Tests feststellen und binnen zehn Minuten ohne apparativen Aufwand nachweisen. Speziell Diabetiker des Typs 2, Patienten mit hohem Blutdruck und übergewichtige Patienten sollten diesen Test regelmäßig bei ihrem Arzt durchführen lassen.

 

Weiterhin keine Zuzahlungen für Blutzuckerteststreifen

Durch die Gesundheitsreform hat sich für Diabetiker bezüglich der Teststreifen nichts geändert. Da sie in der regel weiterhin als chronisch krank gelten, erhalten sie auch weiterhin die ihnen zustehende Zahl von Blutzuckerteststreifen verordnet. Diese Anzahl von Blutzuckerteststreifen übernimmt die Krankenkasse innerhalb eines Quartals:

  • Typ 2 Diabetiker, die mit Tabletten und Diät behandelt werden, bekommen bis zu 50 Teststreifen.
  • Insulinpflichtige Menschen mit Diabetes erhalten maximal 200 Teststreifen
  • Patienten, die mit einer intensivierten konventionellen Therapie (ICT) behandelt werden erhalten 400 Streifen.
  • Typ 1 Diabetikern mit konventioneller Insulintherapie, werden maximal 200 Blutzuckerteststreifen erstattet.
  • Typ-1-Diabetiker, die eine Insulinpumpe tragen erreichen bis zu 600 Teststreifen pro Quartal.
    (Quelle: Neue Apotheken Illustrierte)

 

Dr. Bürger-Büsing Stiftung zur Erforschung und Behandlung des Diabetes mellitus vergibt Forschungspreis

In diesem Jahr ging der Forschungspreis der Bürger-Büsing-Stiftung an Herrn Professor Dr. med. Hans-Peter Hammes. Seit dem Jahre 2000 ist er Leiter der Sektion Endokrinologie in der V. Medizinischen Klinik der Universitätklinik Mannheim. Er befasst sich wissenschaftlich vor allem mit den Entstehungsbedingungen von Gefäßschäden durch den Diabetes und Übertragung dieser Kenntnisse in den klinischen Alltag.
Professor Hammes ist Gründungssprecher einer der Arbeitsgemeinschaften, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft zur Unterstützung Ihres Auftrages, wissenschaftliche Ergebnisse für den Kollegen in der Praxis und für den Patienten umsetzbar zu machen, ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit Kollegen aus der Opthalmologie, die sich besonders für das Krankheitsbild der diabetischen Retinopathie interessieren und begeistern, wurde diese Arbeitsgemeinschaft 1996 ins Leben gerufen. Während zu Beginn der 90-er Jahre lediglich jeder fünfte Patient mit Diabetes einmal vom Augenarzt untersucht wurde, hat sich dies, nicht zuletzt auch auf Grund dieser Aktivitäten maßgeblich ändern können. Nach wie vor erblinden in Deutschland zwischen 6000 und 10 000 Menschen mit Diabetes pro Jahr. Daher ist es keineswegs Zeit, die Hände in den Schoß zu legen und in Bemühungen um Aufklärung und in Forderung nach regelmäßiger ophthalmologischer Kontrolle nachzulassen. Vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt, wo sich herausstellt, dass das Auge bereits viel früher als angenommen Schädigungen von Gefäßen aufzeigen kann.
Diesem Thema widmete sich der Preisträger der Bürger-Büsing Stiftung, Herr Professor Hammes, auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Diabetologie und Endokrinologie in Mainz am 29.01.2005.